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Grand Jeté

Ich mag Grand Jetés, ich kann sie nur nicht. Aber irgendwann muss man ja anfangen.

Grand Jeté

Petit Allegro – ein Anfang

Bei den Petit Allegro verknotet sich mein Gehirn und innerlich steige ich schon am Anfang aus, weil ich technisch noch gar nicht so weit bin. Trotzdem muss ich sie im Unterricht irgendwie bewältigen und deshalb irgendwie beginnen. Letzten haben wir eine Kombination gehabt, die in der Grundstruktur aus dieser Abfolge bestand:

  1. Échappé
  2. Assemblé
  3. Sauté
  4. Glissade
  5. Assemblé
  6. Sauté
  7. Glissade (zurück)
  8. Assemblé

Vorübung Pirouette (en dehors aus der 4.)

Wie man am Ablauf der Pirouette merkt, gibt es viele Elemente, auf die man sich in kurzer Zeit konzentrieren muss.
Das Zerlegen in seine Einzelmomente und das Ausführen in Zeitlupe hat mir viel geholfen. Vor allem die Übungen aus dieser DVD/diesem Stream von Finis Jhung fand ich enorm hilfreich:
Pirouette Class 1

Balancé (Walzer, waltz step)

(Holistic Ballet)
Balancé preparation
Balancé en tournant
Balancé en dehor und en dedans

Walzer und Pirouette (Kombination)

Der Lernprozess

Nachdem ich im letzten Jahr ganz unterschiedliche Techniken, Methoden, Schulen und Lehrer probiert habe, sammel ich meine Erfahrungen und ziehe meine Schlüsse für die Lerntechnik in Bezug auf Tanzbewegungen generell.

Zeitlupe, um zu erkennen

Viele Bewegungen laufen im Tanz viel zu schnell ab, um sie auf Anhieb in Echtzeit zu verstehen. Die meisten Lehrer halten einen meist davon ab, zu lange in Zeitlupe zu üben, damit man in dem verlangsamten Tempo nicht verhaften bleibt. Für mich ist das nicht der richtige Weg. Für mich ist ein leicht ansteigendes Tempo genau richtig ist. Und ich verbleibe so lange im langsamen Tempo, wie es mir Spaß macht und sich richtig anfühlt. Geschwindigkeit kommt wie von selbst.

Ich muss in Zeitlupe anfangen, um zu erkennen, was da passiert und was ich tun soll. Ich lerne lieber so, als irgendwann drauf zu warten, das sich ein „Aha-Effekt“ einstellt. Aha-Effekte sind das Gegenteil von Lernen in Zeitupe, eine Art zeitliche Komprimierung auf einen Moment. Für mich wäre das viel zu sehr wie die Nadelsuche im Heuhaufen.

Erkennen ist bei mir ein Prozess, der sich wie eine Welle aufbaut und größer wird, um am Ende wieder ins Meer zurückzufließen und sich mit meinem Wissen und Können zu vereinen.

Markieren, um zu verstehen

Wenn man die einzelnen Komponenten des Bewegungsablaufs kennt, kann man als nächstes den gesamten Ablauf als rhythmische Einheit anschauen. Man markiert die Momente. Im Grunde geht man dabei den Ablauf nur in einer höheren Geschwindigkeit durch und markiert wichtige Punkte.

Probieren, um es zu tun

Erst wenn man langsam alles durchgegangen ist, kann man in schnellerem Tempo üben. Man probiert es aus und irgendwie klappt es ja immer. Das kann eine Zeit lang gut gehen und Spaß machen, aber ob man es auch richtig macht, ist eine andere Sache. Das muss man kontrollieren, immer wieder. Und so fängt man immer wieder von vorne an, in immer längeren Abständen und geht alles nochmal in Zeitlupe durch und kontrolliert, ob die Bewegung und Haltung wirklich stimmt, bis man da ist, wo man hin will. Vielleicht muss man auch mal einen anderen Weg wählen und anders in Zeitlupe von vorne anfangen und anschließend noch einmal den ersten Weg probieren.

Failli

(French pronunciation: ​[faji] ‚given way‘, past participle.) A slide or brush-through transition step following a preceding jump or position.

via

Failli assemble.
Sissonne Failli Assemble