Ballet wtf

Aufführung

Gestern hatten wir Aufführung mit meiner Contemporary Dance-Gruppe. Vier Stück in zwei Gruppen. Es ging den ganzen Tag.

Was wahrscheinlich am auffälligsten war: ich habe einen Rock getragen. Der Grund ist ganz einfach, für die Aufführung waren schwarzes T-Shirt und Röcke vorgesehen. Man hätte mir eine Hose in ähnlicher Farbe nähen können oder den Rock mit einer Mittelnaht versehen. Das alles schien mir viel zu aufwändig und würde das schöne synchrone Bild nur stören, als probierte ich einen Rock an und sagte: ich lass den so. Alle sahen mich an, nickten und waren zufrieden. Die Lösung war simpel, logisch und folgerichtig und ich sah sogar gut aus damit.

Ich war mit der Konzentration voll und ganz beim Tanz und nur um diesen ging es mir. Es gab Nebel und unterstützendes Licht. Die Situation, in denen ich frontal zum Publikum stand und ich es komplett sehen konnte, waren eher unangenehm. Angenehmer ist es, wenn man es nicht sieht. Der Tanz war lange einstudiert und oft geübt und insgesamt fühlte ich mich sicher in dem, was ich tat.

Die Aufführungen liefen zum Teil sehr gut. Es gab ernst gemeintes Lob, was mich unglaublich freute. Bei der Generalprobe hatte ich bereits gedacht, dass das mein erstes richtiges, längeres Stück war, das man wirklich präsentieren konnte, auch einem Publikum, das mit Tanz nicht viel anfangen kann. Das ist der Vorteil an Contemporary.

Die ganze Aufführung ist vor allem dazu da, um den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Tänze aufzuführen. Aber gleichzeitig gewinnt man ein Publikum, bringt den Tanz als solchen in die Kultur, man lernt anders und die Gruppe arbeitet ganz anders zusammen. Alleine für das tolle Gruppengefühl hat sich das Ganze für mich mehr als gelohnt. Mal davon abgesehen, dass es wirklch Spaß macht und ergreifend ist und man sich einfach auch nur austauscht. Ein ganz wichtiger Teil des Lernens und ich bin froh, dass ich dabei sein dufte.