Ballet wtf

Serpico

Ich habe mir Serpico angesehen. Al Pacino spielt dort einen italienischen Polizisten in New York, der sich nicht an ein korruptes System halten will. Er ist ein Individualist und kann sich für den Polizistenberuf genau so begeistern wie für Kultur. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit.

Als Frank „Paco“ Serpico eine Balletttänzerin kennen lernt, nimmt er begeistert Ballettunterricht und liest Isadora Duncans Autobiografie.

Die Ballettszene ist kurz und zeigt seine Begeisterung und sein Kulturinteresse. Es folgt ein Vorwurf seines Polizeireviers, schwul zu sein, infolge dessen er sich versetzen lässt. Danach fängt erst die eigentliche Geschichte über Korruption an.

Ich war begeistert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Ballettszene eingebaut ist. Es ist hier nicht nur eine verrückte Idee, sondern echte Begeisterung, die seine Kollegen nicht nachvollziehen können. Isadora Duncans Autobiografie ist ja eben kein Ballettbuch, sondern die Geschichte einer ganz besonderen, leidenschaftlichen Tänzerin. Da wird nicht dem Publikum etwas verständlich gemacht, sondern mit echtem Sachverstand eine realistische Situation dargestellt. Ich habe mich in der Szene bis ins Detail wiedererkannt.

Erst nach dem Film las ich, dass der Film eine wahre Geschichte sehr detailgenau nacherzählt. Isadora Duncans Buch war vielleicht gar kein Kunstgriff, sondern einfach ein reales Detail.